Was kann denn der Mond wirklich dafür?

VOLLER MOND

Guter Mond, du gehst so stille …

Lass mich spüren deine Kraft.

Ist’s der Vollmond, ist’s dein Wille,

der mich heut so unruhig macht?

Milde lächelst du hernieder,

weckst ein schlafend Tier in mir.

Alle Monde kommt es wieder,

schickt mich suchend vor die Tür.

Lieg im hohen Gras und träume,

versinke tief in mein Gefühl.

Umarme nächtens starke Bäume,

weht der Wind auch noch so kühl.

Bin erfüllt von mächtigem Sehnen

nach Liebe, hier in meinem Herz.

Und meine Arme breiten, dehnen

sich weit, trotz Einsamkeit und Schmerz.

Ich möcht’ die ganze Welt umfangen,

möchte weinen still vor Glück.

Du brauchst nicht um mich zu bangen,

ich komm gleich ins Haus zurück …

Und was kann nun der Mond wirklich dafür?

Nun: die Kraft des Mondes fasziniert die Menschheit schon seit Jahrtausenden. Der Mond hat den Sternenhimmel – sowohl astronomisch als auch astrologisch – schon immer beherrscht. Er verändert sein Aussehen täglich und ist ein Symbol für den ewigen Kreislauf des Werdens und Vergehens.

In allen Kulturen hat der Mond die Menschheit fasziniert und interessiert. In früheren Zeiten waren Astronomie und Astrologie eng verknüpft. Man beobachtete die Vorgänge am Himmel und entdeckte die Zusammenhänge zwischen den Mondrhythmen und den Vorgängen in der Natur – wichtig vor allem für die Aussaat und Ernte, für den Zyklus der Frau und ihrer Menstruation, aber auch für die körperliche und seelische Verfassung aller Menschen, ebenso wie der Zusammenhang mit den Gezeiten des Meeres.

Betrachten wir den Mond zuerst einmal von der astronomischen Seite.

Er ist der Erde am nächsten und schon Galilei war es möglich festzustellen, dass es sich beim Mond um eine Kugel handelt und nicht um die flache, leuchtende Scheibe mit dem „Mondgesicht“.

Der Mond bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von etwas mehr als einem Kilometer pro Sekunde um die Erde. Sein Umlauf beträgt etwas mehr als 29 Tage und er folgt einer elliptischen Bahn.

Man kann mit bloßem Auge auf der Oberfläche des Erdtrabanten helle und dunkle Gebiete erkennen (sein „Gesicht“).

Wie der Mond entstanden ist, kann selbst die Wissenschaft heute noch nicht mit Genauigkeit sagen. Allerdings haben Untersuchungen der Gesteinsproben, die von der Mondoberfläche mitgebracht wurden, ergeben, dass sie in erster Linie aus Gesteinen und Mineralien bestehen, die denen sehr ähnlich sind, die sich auf der Erde finden. Allerdings gibt es auch solche, die auf der Erde nicht existieren.

Man schätzt das Alter dieser Gesteine auf rund 4 Milliarden Jahre.

Eine Frage, die man immer wieder gestellt hat, ist: Dreht sich der Mond um die Erde oder die Erde um den Mond oder beide umeinander?

Der Mond bietet uns ein besonderes Schauspiel: er ist manchmal kreisförmig (Vollmond), manchmal halbkreisförmig (Halbmond, zu- und abnehmend), wobei ihm von mittleren Breiten aus betrachtet mal die rechte, mal die linke Seite “fehlt” und dann ist er noch für einige Nächte unsichtbar (Neumond).

Aufmerksame Beobachter bemerken, dass der Mond jede Nacht zu einer etwas späteren Zeit aufgeht, oder, wenn man immer zur gleichen Uhrzeit beobachtet, immer ein wenig weiter ostwärts steht als in der Nacht zuvor. Manchmal kann man eine teilweise Mondfinsternis beobachten, wenn der volle Mond sichelförmig überdeckt wird und schließlich – bei einer totalen Mondfinsternis – schwach rötlich leuchtet, um anschließend das gleiche Schauspiel seitenverkehrt zu bieten, bis wieder die ganze, leuchtende, kreisförmige Fläche zu sehen ist.

Daraus können wir bereits einige Schlüsse ziehen: offenbar leuchtet der Mond also nicht selbst (sonst müsste es einen komplizierten Helligkeitsregler geben, um die Mondphasen zu erklären), sondern reflektiert nur Licht, dass von der Sonne kommt (die Sonne als hellster Himmelskörper bietet sich als Leuchte geradezu an, oder nicht?).

Somit kann man zwei Arten von Modellen bauen, in welchen die drei Körper, Erde, Sonne und Mond, um einander kreisen: entweder ist die Erde im Mittelpunkt, und wird vom Mond und noch weiter außen von der Sonne umkreist (das ist das antike, ptolemaeisch genannte, Weltbild, welches bis zum 16. Jahrhundert als richtig angesehen wurde), oder die Sonne steht im Zentrum und wird von der Erde umkreist, um die wiederum der Mond kreist.

Im letzteren Fall könnte es auch andersrum sein: der Mond kreist um die Sonne und wird von der Erde umlaufen. Warum sollte nicht das der Fall sein? Den Hinweis liefern die Häufigkeiten von (totalen) Mond- und Sonnenfinsternissen sowie die Tatsache, dass Sonnenfinsternisse vom Beobachtungsort abhängen. Das bedeutet nämlich, dass der Schatten, den der Mond auf die Erde wirft, kleiner ist als der Schatten, den die Erde auf den Mond wirft. Der Mond verschwindet ganz im Erdschatten, der Mond verdeckt die Sonne aber nur für einen kleinen Punkt auf der Erdoberfläche von bestenfalls einigen hundert Kilometer Durchmesser.

Die Anziehungskraft von Erde und Mond ist wechselseitig.  Das ist die Aussage von Isaac Newtons drittem Gesetz “Actio gegengleich Reactio” (Isaac Newton lebte von 1642 bis 1727 in England; er gilt als einer der größten Wissenschaftler aller Zeiten). Die größere und schwerere Erde zieht also nicht nur den Mond an, sondern der Mond auch die Erde.

Durch die Anziehungskraft des Monds auf die Erde kommt es zu den Gezeiten:

Am besten deutlich gemacht werden sie in ihrer Wirkung auf die Wassermassen der irdischen Ozeane. Auf der dem Mond zugewandten Seite beobachten wir einen Flutberg, auf der Mond abgewandten Seite ebenfalls einen “Wasserberg”, der durch die Zentrifugalkraft bewirkt wird. Für Küstenbewohner von offenen Meeren äußert sich die Gezeitenwechselwirkung in Form von Ebbe und Flut.

Die Gezeitenwechselwirkung verursacht aber nicht nur Ebbe und Flut, sondern verformt auch die Atmosphäre und sogar den “festen” Boden unter unseren Füssen. Tatsächlich schwimmt die Erdkruste, der “feste” Boden, auf dem zähflüssigen Erdmantel. Die Erde ist also kein wirklich starrer Körper.

Und die Ursache davon ist gerade die Einwirkung des Mondes auf die Erde, denn durch die Verformung des Erdballes, die immerhin etwa 35 cm (die Sonne trägt auch noch etwa 15 cm bei, so dass bei Neumond etwa 50 cm resultieren) auf den Kontinenten beträgt, entsteht aufgrund der Reibung Wärme, die verhindert, dass das Erdinnere so schnell abkühlen kann wie es beispielsweise bei der fast gleich großen Venus der Fall war.

Die Mondphasen

Die Mondphasen sind Schattenerscheinungen. Der Mond leuchtet im reflektierten Sonnenlicht. Und je nachdem, wie seine Stellung zu Sonne und Erde ist, erscheint die von der Sonne beleuchtete Oberfläche in periodisch wechselnden Formen.  Dadurch entstehen die Mondphasen: Neumond – zunehmender Mond – Vollmond – abnehmender Mond.

Bei Neumond stehen Sonne und Mond in Konjunktion zueinander (scheinbar übereinander), so dass die der Erde zugewandte Seite des Mondes unbeleuchtet ist. In diesem Fall gehen Sonne und Mond ziemlich gleichzeitig auf und unter.

Bei zunehmendem Halbmond wird die rechte Seite des Mondes beleuchtet. Je nach Jahreszeit sehen wir den Mond von Nachmittag bis Mitternacht über dem Horizont.

Die ganze sichtbare Seite des Mondes wird bei Vollmond von der Sonne beleuchtet. Jetzt sehen wir den Mond die ganze Nacht am Himmel stehen.

Bei abnehmendem Halbmond steht der Mond von Mitternacht bis zum Vormittag am Himmel. Wir sehen seine beleuchtete linke Seite.

Der Mond astrologisch

Astrologisch gesehen ist der Mond ein Planet. Die Hindus sind der Überzeugung, der Mond regiere Intellekt und Ratio. Die abendländische Mythologie glaubt, dass er Gemüt und Leidenschaft beherrscht sowie einen wesentlichen Einfluss auf den Körper und seine Gesundheit nimmt.

Mit Heilkunde und Zauber wurde der Mond schon immer in Verbindung gebracht. Neben der Sonne ist er auch das mythenträchtigste aller Gestirne.

In der astrologischen Terminologie wird der Mond oft als Licht oder auch als Hauptlicht bezeichnet. Von der Bewegung des Mondes durch den Tierkreis hängen das Höher- und Tiefersteigen, die Kulminationshöhe ab. Von Saturn und Mars abgesehen ist der Mond zu allen Planeten freundlich.

Er steht in gutem Verhältnis zur Sonne, zu Jupiter, Venus und Merkur. Insgesamt beeinflusst er Essen und Trinken, Kleidung, Reisen, Nachkommenschaft, Heim und Familie. (Perlen, Kristalle und Quarze, in Silber gefasst, gelten als Talismane des Mondes.)

1.         Der Mond in den einzelnen Sternzeichen

Bei seinem Lauf um die Erde benötigt der Mond also etwa 28 Tage. Dabei durchwandert er die zwölf Zeichen des astrologischen Tierkreises. Alle zwei bis drei Tage passiert er ein neues Zeichen.

Jedes Zeichen, in dem der Mond steht, besitzt charakteristische Merkmale. Die gesamte Natur, also auch wir Menschen, unterliegen diesem Einfluss. Wenn sich also der Mond z.B. gerade im gleichen Tierkreiszeichen wie bei der Geburt befindet, so steht man psychisch und physisch ganz besonders stark unter dem Einfluss des Mondes.

Nutzen wir diese kreative Phase. Jetzt können wir wichtige Handlungen vollziehen und den Grundstein für Neues legen.

Auch die einzelnen Körperregionen werden in den verschiedenen Phasen angesprochen. Darauf basiert z.B. auch eine Möglichkeit, seinen Körper gesund zu erhalten.

  • Steht der Mond im Zeichen Widder, so sind besonders Kopf, Gesicht, Gehirn und Augen angesprochen.
  • Im Zeichen Stier geht es um Hals, Nacken, Schultern, Mund, Speiseröhre und Schilddrüse.
  • In den Zwillingen sollten wir besonders auf Lunge, Bronchien, Schlüsselbeine, Arme, Hände und unser Nervensystem achten.
  • Steht der Mond im Krebs, so sind Magen, Brust, Drüsen, Leber, Galle, Lymphe und Gebärmutter ein Thema.
  • Im Zeichen des Löwen handelt es sich um Herz, Blutkreislauf und Rücken.
  • Die Jungfrau zeigt uns Probleme mit Darm, Verdauungstrakt, Stoffwechsel, Solarplexus und Nerven auf.
  • Mond in der Waage hat oft mit Nieren, Blase, Haut und Bauchspeicheldrüse zu tun.
  • Das Zeichen Skorpion mit Geschlechtsorganen und Ausscheidungsorganen.
  • Im Zeichen Schütze sind Hüften, Oberschenkel, Leber und Galle angesprochen.
  • Steht der Mond im Steinbock, so betrifft das das Knochensystem, die Knie, Nägel und Gelenke.
  • Der Mond im Zeichen Wassermann zeigt ebenfalls seinen Einfluss auf die Bauchspeicheldrüse, aber auch auf Unterschenkel und Venen.
  • Und schließlich im Zeichen der Fische Füße und Knöchel und nochmals die Lymphe.

2.         Der Mond im Geburtshoroskop unterstützt oder zeigt verschiedene Charakteristika auf:

Allgemein gesehen stellt die Mondgöttin das Urweibliche dar und das grammatische Geschlecht des Mondes ist folglich auch in fast allen Sprachen weiblich.

Sonne und Mond ergänzen sich, sie sind aufeinander angewiesen. Das Urmännliche, Sonnenhafte muss das Urweibliche, Mondhafte befruchten. Damit ist das Mondprinzip die völlige Hingabe und Ergebenheit, es steht für Naturverbundenheit, Instinkt, Innigkeit, Unschuld und Fruchtbarkeit. Die Art dieses Prinzips ist es, nicht von sich aus aktiv zu werden, denn der Mond ist von Natur aus passiv, er strahlt nicht von sich aus, sondern nimmt das Licht der Sonne auf und spiegelt es wider.

Mond im Widder

Als Kind sind Sie sehr lebhaft und ungestüm gewesen. Sie suchten lebhafte Auseinandersetzung mit der Mutter. Gefühle werden spontan, direkt und ungeschminkt geäußert. Als Mutter/Vater erziehen Sie Ihre Kinder zu Selbständigkeit und Unabhängigkeit. Sie wehren sich gegen Gefühlsbindungen. Ein anlehnungsbedürftiges Schmusekind kommt bei Ihnen nicht auf seine Kosten.

Sie sind emotional stark ansprechbar und reizbar. Sie haben ein feuriges, leidenschaftliches Verlangen. Sie erobern gern, lassen sich aber nicht erobern. Sie fühlen sich ein Leben lang jung, aufgeschlossen und jederzeit bereit, sich auf Anregendes und Aufregendes einzulassen.

Im Problemfall sind Sie sehr streitsüchtig und hoch empfindlich. Es besteht eine innere Gereiztheit, gemischt mit Wut und Frustration. Zärtlichkeit können Sie als Schwäche verstehen.

Ihre Aufgabe besteht darin, Ihre innere wilde Frau in sich zu finden.

Mond im Stier

Als Kind waren Sie sehr ruhig und eher zufrieden. Sie neigten zu Spätentwicklung und brauchten daher Muße und Zeit zur Reife. Das Abnabeln vom heimeligen Nest fällt schwer. Als Mutter/Vater sind Sie praktisch, bodenständig und beschützend. Sie widmen sich Ihrem Kind mit Geduld und Fürsorge, vermitteln ein tiefes Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Es fällt Ihnen schwer, das Kind in die Selbständigkeit zu entlassen.

Als Frau besitzen Sie eine ausgeprägte Weiblichkeit. Ob männlich oder weiblich, Sie sind sehr sinnlich und körperbetont und können charmant und verführerisch sein. Sie suchen emotionale Sicherheit und Stabilität. Sie haben ein starkes Bedürfnis, dem Partner körperlich nah zu sein, ihn zu spüren, zu schmecken, ihn zu fühlen.

Trennung, Veränderung und Neubeginn werden stets als Entwurzelung erlebt und deshalb besonders gefürchtet. Sie lieben die Geborgenheit im Kreis vertrauter Menschen. Sie besitzen innere Ruhe, Geduld und Friedfertigkeit. Es besteht eine große Fruchtbarkeit.

Im Problemfall sind Sie sehr genusssüchtig. Es besteht eine Neigung zu Dickfälligkeit und Schwerfälligkeit. Im Extremfall sind Sie einfach nur plump, langweilig und verfressen.

Ihre Aufgabe besteht darin, die innere sinnliche Frau in sich zu finden.

Mond im Zwilling

Als Kind waren Sie eine Leseratte, sehr unruhig und quirlig. Sie lernten früh zu sprechen und zu lesen. Sie lesen viel gleichzeitig. Sie sind früh emotional unabhängig und lösen sich daher auch leicht vom Elternhaus.

Als Mutter/Vater sind Sie eher unkompliziert. Sie lösen Ihre Probleme clever und geschickt, Sie interessieren sich für Ihr Kind und sind stets bereit zuzuhören. Sie haben auf alles eine Antwort, sind aber eher kühl.

Sie sind emotional eher oberflächlich und unbekümmert. Es zeigt sich eine spielerische, kokette Art, mit Gefühlen umzugehen. Sie klammern tiefgehende seelische Probleme bei sich aus oder reden intellektuell darüber.

Sie sind emotional schwer erreichbar und wollen sich auf tiefe Bindungen nicht wirklich einlassen. Sie sind geistig sehr rege und mitteilsam. Sie lieben es, sich austauschen zu können, zu argumentieren und sich intellektuell aufzuregen. Über den Intellekt führt ein Zugang zu den Gefühlen, die immer wieder analysiert und möglichst entwirrt werden.

Im Problemfall besteht ein ständiges Wechselbad der Gefühle. Schlichtweg alles wird früher oder später vom Zweifel zerrissen. Nichts ist wirklich verbindlich. Sie weichen der dunklen und auch der tiefen Seite der Gefühle stets aus.

Ihre Aufgabe besteht darin, Ihre innere intellektuelle Frau in sich zu finden.

Mond im Krebs

Als Kind waren Sie von allen bemuttert. Sie waren extrem sensibel und eher schüchtern. Sie brauchten ein warmes Nest, viel Schutz und Geborgenheit. Die Kindheit wird oft als Paradies empfunden, deshalb besteht oft der Wunsch, immer Kind bleiben zu wollen. Sie lösen sich schwer vom Elternhaus.

Als Mutter/Vater sind Sie die klassische Mutter. Sie sind liebevoll, umsorgend und behütend. Es besteht eine große Kinderliebe. Sie können emotional Ihre Kinder nur schwer loslassen.

Sie sind sehr romantisch und anschmiegsam. Es besteht eine mütterliche Art und liebevolle Hingabe. Sie sind sehr stimmungsvoll, aber auch empfindsam. Sie können starken Gefühlsschwankungen ausgesetzt sein und neigen leicht zum Schmollen. Sie sind ein guter Märchenerzähler, phantasievoll und verträumt.

Sie haben ein starkes Seelenleben, dass sich in Träumen und anderen Bildern Ausdruck verschafft. Es besteht ein tiefes Einfühlungsvermögen und ein starkes Bedürfnis nach Liebe, Zuwendung und Geborgenheit.

Im Problemfall sind Sie sehr launisch und unterliegen extremen Stimmungsschwankungen. Erwachsenwerden kann schwer fallen. Zuwendung und Aufmerksamkeit werden launisch erpresst. Sie sind dann kindisch, schnell beleidigt und nachtragend.

Ihre Aufgabe besteht darin, die innere fürsorgliche Frau in Ihnen zu finden.

Mond im Löwen

Als Kind waren Sie der kleine König. Sie waren das strahlende Kind, voller Lebenslust, äußerten Gefühle direkt und eindeutig. Die Lösung vom Elternhaus ist unproblematisch.

Als Mutter/Vater sind Sie sehr großmütig. Sie können herzlich sein und sind sehr stolz auf Ihre Kinder. Sie fördern Ihre Kinder durch Lob und Aufmunterung und vermitteln großes Selbstvertrauen. Sie können Ihre Kinder recht gut in die Welt hinauslassen.

Sie sind sehr stolz und anspruchsvoll und stehen selbstverständlich im Mittelpunkt. Sie verbreiten eine warme Atmosphäre und bringen Schwung in den Alltag.

Sie lassen sich gerne verwöhnen und können sich dramatisch in Szene setzen. Es besteht eine ansteckende, lebensbejahende Grundeinstellung.

Im Problemfall sind Sie sehr eifersüchtig. Sie können keine Kritik ertragen und sind sehr selbstherrlich. Sie finden dann sogar die eigenen Schwächen bewundernswert.

Ihre Aufgabe besteht darin, die innere eigenständige Frau in Ihnen zu finden.

Mond in der Jungfrau

Als Kind waren Sie sehr vorsichtig und zurückhaltend. Sie wollten immer alles richtig machen und nützlich sein.

Als Mutter/Vater sind Sie sehr geschickt und gewissenhaft im Umgang mit Ihren Kindern. Sie legen wert auf Sauberkeit und achten auf gesunde Nahrung und einen gesunden Lebenswandel.

Sie sind klug und stets bedacht, keine Fehler zu machen. Sie haben Angst vor chaotischen Gefühlen und versuchen deshalb, in Ihrer Gefühlswelt Ordnung zu halten. Sie haben den inneren Drang, vernünftig, gesund und eher bescheiden zu leben. Sie haben ein ausgeprägtes Gefühl für Stimmiges und Nicht-Stimmiges. Sie können Krankheit spüren, aber auch intuitiv die Mittel fühlen, die helfen. Sie haben die Fähigkeit zum Heiler in sich.

Im Problemfall besteht ein übertriebenes Streben nach Sauberkeit mit dem Hang, alle extrem zu kritisieren. Es können verkümmerte Gefühle mit einer verklemmten Sexualität bestehen.

Ihre Aufgabe besteht darin, die innere heilende Frau in Ihnen zu finden.

Mond in der Waage

Als Kind waren Sie die kleine Ballerina. Sie waren lieb und nett und jeder mochte Sie. Sie flirteten von Kind an. Sie brauchten viel Aufmerksamkeit und Bewunderung.

Als Mutter/Vater sind Sie vermittelnd, stets auf Fairness bedacht. Sie streben in Ihrer Familie nach Harmonie und Frieden und fördern die künstlerischen Seiten Ihres Kindes.

Sie sind grundsätzlich charmant und freundlich. Sie neigen zu einem diplomatischen Wesen. Sie können bezaubernd flirten und sind emotional immer Du-bezogen und schnell verliebt. Sie verstehen es, Ihre Wünsche mit Charme durchzusetzen.

Sie haben ein geschmackvolles ästhetisches Empfinden und einen Hang zu allen künstlerischen Dingen. Sie haben ein Talent, sich ins richtige Licht zu rücken.

Im Problemfall sind Sie emotional labil mit großen Schwankungen im Gefühlsbereich, sehr beziehungs- und harmoniesüchtig. Sie legen zuviel Wert auf die äußerliche Form und sind nur noch eine Modepuppe, ohne Tiefgang.

Ihre Aufgabe besteht darin, die innere verlockende Frau in Ihnen zu finden.

Mond im Skorpion

Als Kind hatten Sie ein starkes Bedürfnis nach einer intensiven Beziehung mit der Mutter. Sie hatten ein feines Gespür für die Stimmungen der Familie und der Beziehungen zwischen den Eltern. Alles Geheimnisvolle und alles Verbotene hatten für Sie eine große Anziehungskraft. Es bestand eventuell auch eine große Zerstörungslust. Die Ablösung von der Familie fällt sehr schwer.

Als Mutter/Vater sind Sie mit dem Kind emotional sehr eng verbunden und engagiert. Sie wollen alles wissen und wollen alle Geheimnisse aufdecken.

Es besteht die Neigung, das Kind in seelischer Abhängigkeit zu halten. In Prinzipienfragen sind Sie unerbittlich und konsequent.

Sie haben etwas von einer dunklen Frau, einer „Hexe“ mit magischen Kräften. Sie sind sehr gefühlsstark, faszinierend und geheimnisvoll. Sie sind fähig, mit Ihrer Leidenschaft andere völlig in Ihren Bann zu ziehen. Sie haben etwas Verruchtes und Unwiderstehliches an sich. Sie haben eine starke Triebnatur in Verbindung mit einer ans Unheimliche grenzenden Wunschkraft. Wenn Sie der Versuchung der Macht widerstehen können, so haben Sie große mediale und heilerische Fähigkeiten zur Verfügung.

Im Problemfall wollen Sie über andere seelische Macht ausüben. Sie schaffen dann Abhängigkeitsverhältnisse und sind darin sehr rücksichtslos und rachsüchtig. Sie fordern bedingungslose Hingabe vom Partner.

Ihre Aufgabe besteht darin, die innere dunkle Frau in Ihnen zu finden.

Mond im Schützen

Als Kind waren Sie fast schon fromm. Sie hatten einen inneren Drang, gut sein zu müssen. Sie wollten nicht enttäuschen und sehnten sich nach Beliebtheit und Anerkennung. Ungerechtigkeiten wurden als besonders schlimm empfunden.

Als Mutter/Vater sind Sie sehr fördernd und wohlwollend. Sie haben eine idealistische Einstellung dem Kind gegenüber. Sie können immer wieder neuen Optimismus wecken.

Sie können sehr humorvoll, impulsiv und schnell begeistert sein. Sie sind oft mit Sinnfragen und religiösen Themen befasst, dabei manchmal pharisäerhaft. Sie haben aber auch überschäumende, enthusiastische Gefühle, lieben große Gesten und versuchen, hohe Ziele zu verwirklichen. Sie sind sehr reiselustig und suchen Ihr Heim in der Welt. Es besteht ein großes Sinnfindungsbedürfnis.

Im Problemfall wird ein übertriebener Kult um die eigene Person betrieben. Sie fühlen sich als etwas ganz besonders und sind dabei arrogant und unangenehm besserwisserisch. Sie sind sich dann für alles zu gut.

Ihre Aufgabe besteht darin, die innere alles verstehende Frau in Ihnen zu finden.
Mond im Steinbock

Sie waren ein ernstes Kind. Brav, ernst, ängstlich und schon früh bereit, seelische Verantwortung zu übernehmen. Sie hatten keine angenehme Kindheit, da es wenig Platz für ein unbeschwertes Empfinden gab.

Als Mutter/Vater sind Sie eher streng. Sie sind pflichtbewusst und eher konventionell. Sie geben allerdings dem Kind einen festen Rahmen und eine feste Struktur. Sie vergessen aber leicht das kindliche Bedürfnis nach zärtlicher Zuwendung und spielerischem Ausdruck.

Sie sind sehr sparsam und auch ängstlich bei seelischen Kontakten. Aus Angst vor Verletzung geschieht eine Öffnung nur langsam. Im Innersten sind Sie stets vorsichtig bis verschlossen. Sie haben ein ernstes Grundgefühl und den inneren Drang, Verantwortung zu übernehmen. Sie sind seelisch sehr pflichtbewusst und leistungswillig. Sie lieben klare, schlichte Formen und grenzen sich emotional ab.

Im Problemfall sind Sie unmäßig im Aufbürden von Pflichten und Verantwortung. Es besteht eine stete Angst, abgewiesen zu werden und ungeliebt zu sein. Sie sind dann sehr pessimistisch und gefühlskalt.

Ihre Aufgabe besteht darin, die innere klare Frau in Ihnen zu finden.

Mond im Wassermann

Als Kind waren Sie ein Nestflüchter, der gerne schon früh seine eigenen Wege ging. Sie fühlten sich fremd in dieser Welt, aber auch als etwas Besonderes. Sie hatten häufig das Gefühl, eigentlich nicht zu Ihrer Familie zu gehören. Es bestehen keine Ablöseprobleme.

Als Mutter/Vater besteht ein steter Konflikt zwischen Ihren Pflichten und dem Anspruch auf Freiheit und Selbstverwirklichung. Sie gewähren dem Kind einen eher zu großen Freiraum. Sie erziehen zu früher Eigenständigkeit. Häufig wollen Sie gar keine Kinder haben.

Sie sind sehr cool und unnahbar und eher ein Kamerad als ein Liebespartner. Es besteht immer eine seelische Unberührbarkeit. Sie sind sehr originell und einfallsreich, vermitteln aber auch das Gefühl, niemanden zu brauchen. Zuviel Nähe wirkt auf Sie beklemmend. Sie wollen sich frei fühlen und sich auf diese Welt nicht bindend einlassen.

Im Problemfall haben Sie ein unruhiges, wechselhaftes und zerrissenes Gefühlsleben. Sie sind dann oberflächlich, einsam und ohne warme, schützende emotionale Kontakte. Sie fühlen sich nirgends wirklich zu Hause.

Ihre Aufgabe besteht darin, die innere freie Frau in Ihnen zu finden.

Mond in den Fischen

Als Kind waren Sie sehr ängstlich und verschüchtert. Sie lebten in Träumen und Phantasien, neigten etwas zum Kränkeln und waren ausgesprochen empfindsam. Sie fanden schwer den eigenen Standpunkt und wussten lange nicht, was „Ich“ bedeutet.

Als Mutter/Vater sind Sie sehr aufopfernd und sehr behutsam. Sie spüren sehr genau, was Ihr Kind braucht. Sie opfern sich dafür auf und können sich schlecht abgrenzen. Sie haben sehr viel Geduld und nehmen vieles hin.

Sie sind besonders einfühlsam und dünnhäutig. Sie spüren immer die verborgenen Wünsche und Fähigkeiten, die im anderen ruhen. Sie neigen dazu, sich in einer Helferrolle zu verlieren.

Es umgibt Sie die Aura des Mystischen und Ihre große Hingabebereitschaft ist dazu geeignet, mit dem Partner zu verschmelzen. Sie haben Sehnsucht nach spirituellen Erfahrungen. Es besteht eine Erlösungssehnsucht. Sie sind medial veranlagt und können Wahrheitsträume haben.

Im Problemfall neigen Sie zur Opferrolle. Sie haben dann das Gefühl, ohnmächtig ausgeliefert zu sein. Es besteht eine Tendenz zur Weltflucht und Sie sind sehr launisch und labil. Im Extremfall bestehen Suchtprobleme.

Ihre Aufgabe besteht darin, die innere spirituelle Frau in Ihnen zu finden

 

3.         Der Mond in den Häusern

Die 12 Häuser, in die ein astrologisches Radix aufgeteilt wird, haben verschiedene Bedeutung. Steht nun der Mond bei der Geburt in einem dieser Häuser, ergeben sich folgende Situationen:

1. Haus

Das zentrale Thema dieses Ortes ist die Durchsetzung und Behauptung der eigenen Persönlichkeit.

Im Sichtbaren betrifft das daher die körperliche Erscheinung, die körperliche Konstitution und Vitalität. Diese Energie ist immer auf die Durchsetzung der Persönlichkeit ausgerichtet und wird an der körperlichen Erscheinung sichtbar werden.

Das Mondthema: Umbruchsituation der Eltern im Zeitraum von Schwangerschaft und Geburt (beruflich, finanziell, familiär oder partnerschaftlich). Daraus resultiert für das Neugeborene eine instabile, veränderliche Umwelt.

2. Haus

Das zentrale Thema dieses Ortes ist die Sicherheit, die Sie – je nach Hintergrund – im materiellen, geistigen, seelischen oder spirituellen Bereich suchen können. Wesentlich ist der Auf- und Ausbau des Vermögens im doppelten Sinne des Wortes als Besitz und als Fähigkeiten.

Im Sichtbaren betrifft das daher die konkreten materiellen Mittel wie den Körper, das Geld und Vermögen und den Besitz im Allgemeinen.

Das Mondthema: emotionale Labilität, verursacht durch Existenzangst. Es fehlt an Erdverbundenheit.

3. Haus

Das zentrale Thema dieses Ortes ist die Information und die Kommunikation. Hier geht es um das Lernen im Allgemeinen sowie darum, kommunizieren zu lernen und den Intellekt einzusetzen. Ein weiteres Thema ist hier auch der Handel und die Geschäfte.

Im Sichtbaren betrifft das daher die Beweglichkeit und die Funktionalität des Körpers und die Möglichkeiten, damit in der Welt zu handeln. Hier ist der Lebensbereich, in dem Information ausgetauscht wird und alle Bereiche des Lebens neutral zugeordnet werden.

Das Mondthema: körperliche Lebensorientierung und Verarbeitung von Emotionalem.

4. Haus

Das zentrale Thema dieses Ortes ist die Seele und das Empfinden. Im Sichtbaren betrifft das in erster Linie das Zuhause und die Familie. Es zeigt sich hier die Verbindung zu Heimat und den familiären Wurzeln. Ahnungen und Träume sind besonders wichtig.

Mondthema: Verhältnis zur Mutter. Verständnis für andere. Sensibilität.

5. Haus

Das zentrale Thema dieses Ortes ist der Selbstausdruck und die Freude an der eigenen Schöpfungs- und Zeugungskraft. Hier geht es auch um die Selbstverwirklichung und die Eigenständigkeit, sowie um die spielerische Gestaltung dessen, was man kann.

Im Sichtbaren betrifft das daher jede Form von Vergnügung und Flirt, Liebesaffären und Liebhabereien.

Mondthema: Empfindungen und Wahrnehmung sollen sich im Handeln entwickeln. Vor der Geburt herrschte bei den Eltern oft ein zwiespältiges Verhältnis zum Kind, die Eltern waren nicht fähig, einen klaren Standpunkt zu beziehen.

6. Haus

Das zentrale Thema dieses Ortes ist die Gesundheit, Arbeit und Lebenserhaltung der eigenen Person. Es geht um das reibungslose Zusammenspiel als notwendige Voraussetzung für die Gesundheit des Ganzen. Das Verhältnis zwischen Körper und Seele spielt die wichtigste Rolle.

Im Sichtbaren betrifft das daher Bereiche wie die Medizin, den Arbeitsplatz und auch die Arbeitsweise und Methodik. Körper und Seele werden analysiert und an die bestehenden Bedingungen ausgesteuert.

Das vorherrschende Mondthema: Empfindungen werden nicht spontan zugelassen sondern zuerst auf ihre Konsequenz hin untersucht. Das Kind wurde mit zuviel Strenge erzogen (übermächtige Autorität eines Elternteils), oder: das soziale Umfeld wechselte sehr häufig (Umzüge, Schulwechsel).

7. Haus

Das zentrale Thema dieses Ortes ist die Partnerschaft, die Begegnung mit dem Du und das vollständige Sich-Hinwenden zum anderen Du.

Im Sichtbaren betrifft das daher die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Ausrichtung an diese. Der andere Mensch und die Umwelt werden als Herausforderung gesehen und entsprechend findet im Austausch mit diesen die eigene Entwicklung statt.

Das Mondthema im 7. Haus: Man benötigt einen Partner, um sich selbst empfinden zu können. Unangenehme Empfindungen und Erlebnisse werden verdrängt. Distanziertes Verhalten gegenüber der Mutter. Dominanter Vater.

8. Haus

Das zentrale Thema dieses Ortes ist der Abstieg ins eigene Dunkel und die Aufopferung für die eigenen Ideen und die anderen. Es geht um die Erforschung der Lebensgeheimnisse, des Untergründigen und Verborgenen. Grenzerfahrungen jeder Art, auch von Tod und Wiedergeburt, sind möglich. Es geht um die Erfahrung des „Stirb und werde!“, um die Selbstüberwindung und um die geistigen Werte und Güter.

Im Sichtbaren betrifft das daher Themen wie Erbschaften, Besitztümer und Geld anderer sowie feste Bindungen.

Thema des Mondes: Direktes Erleben wird ins Unbewusste abgedrängt. Das kann entweder durch einen Schock ausgelöst werden, dass das seelische Fassungsvermögen des Kindes überfordert, aber auch durch das Gefühl der Benachteiligung gegenüber Geschwistern. Eine weitere Ursache könnte eine schwere Krankheit oder ein Unfall sein.

 

9. Haus

Das zentrale Thema dieses Ortes ist die Suche nach dem Sinn des Lebens und die Entwicklung eines religiösen Weltbildes. Es geht um die Erweiterung der Horizonte durch innere und äußere Reisen auf der Suche nach der eigenen Lebensphilosophie.

Im Sichtbaren betrifft das daher ferne Länder und fremde Glaubensrichtungen. Es werden Ideale und Einsichten in der Welt gesucht.

 

Das Mondthema: Extreme Emotionalität. Früh ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Optimismus. Andererseits unbegründete und teilweise stark übertriebene Schuldgefühle und irrationales Verantwortungsbewusstsein.

10. Haus

Das zentrale Thema dieses Ortes ist das Herausbilden und Verwirklichen eines übergeordneten Lebenszieles. Das Wirken findet in öffentlichen oder maßstäblichen Positionen statt.

Im Sichtbaren betrifft das daher die gesellschaftliche Position, Ruhm und Ehre. Es ist ein Ort der Verantwortung und der Notwendigkeit.

Mondthema: unerwünschte Schwangerschaft, verfrühte Schwangerschaft. Oberflächlichkeit, fehlende Spontaneität.

11. Haus

Das zentrale Thema dieses Ortes ist die Freiheit und die Unabhängigkeit. Freundschaften im übergeordneten geistigen Rahmen und Teamgeist finden hier ihren Ausdruck.

Im Sichtbaren betrifft das daher die geistige Bruderschaft und die alternative Lebensgemeinschaft. Hier wird für alternative und humanitäre Weltziele eingetreten. Das Leben mit und in einer Gruppe, die aus freien Stücken entstanden ist, um geistige oder religiöse Ziele zu verwirklichen, findet hier seinen Raum.

Mondthema: Angst vor Verantwortung. Bedürfnis nach emotionalem Freiraum und nach Ungebundenheit. Mangelnde Stabilität und Konsequenz.

12. Haus

Das zentrale Thema dieses Ortes ist die spirituelle Meisterschaft und die Erlösung. Transzendente Erfahrungen, Mystik, Ekstase, Weltflucht und auch Chaos und Verwirrung runden das Thema ab.

Im Sichtbaren betrifft das daher freiwillige oder unfreiwillige Isolation und Weltabkehr. Außenwelt und Anpassung haben hier keine Bedeutung. Es ist der Platz, an dem die völlige Hingabe geschehen kann. Ein absolutes, tiefes und endgültiges Abschiednehmen von der Welt findet hier statt.

Mondthema: fehlendes seelisches Immunsystem. Auseinandersetzung mit Philosophie, Meditation und Religion, um sich vom Oberflächlichen endlich lösen zu können. Karmische Komponente.

 4.        Die Mondphasen

Auch die Mondphasen bei der Geburt haben einen Einfluss auf unser Leben:

Das Tierkreiszeichen, so haben wir schon gehört, beschreibt sehr gut, was uns das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermitteln kann.

Die Mondphase jedoch gibt uns Aufschluss, wie wir auf das Leben zugehen, welche Energie wir einsetzen, wie wir unsere Persönlichkeiten zum Ausdruck bringen und wie wir uns der Lösung von Problemen stellen.

Grundsätzlich gilt, wer in der zunehmenden Phase geboren wurde, neigt im Allgemeinen dazu, subjektiv und extrovertiert zu reagieren.

Die in der abnehmenden Phase Geborenen neigen eher zu Introvertiertheit und Nachdenklichkeit.

Zwischen diesen beiden Grundtypen liegen viele verschiedene Mondphasen, die jeweils entsprechend dem Abstand zwischen Sonne und Mond astrologisch unterschieden werden.

Der Neumond-Geborene

Hier handelt es sich um eine Sonne-Mond-Konjunktion – Sonne und Mond stehen also im gleichen Zeichen. Menschen, die in diesem Zeitraum geboren wurden, besitzen eine enorme Energie, mit der sie gegen Widerstände in ihrem Leben kämpfen. Sie lieben den Wechsel, das Neue, das Unbekannte. Und sie können sich leichter als andere von ihrem vertrauten Umfeld lösen.

Aktivität, Initiative, Risikofreude, Begeisterungsfähigkeit, Konfliktbereitschaft.

Geboren bei zunehmendem Mond

1.) Geboren zwischen Neumond bis zunehmendem Halbmond

Dieser Zeitraum steht unter einem Sonne-Mond-Quadrat, das heißt, dass der Mond in einem Winkel von 90 Grad zur Sonne steht.

Menschen, die in diesem Zeitraum geboren wurden, besitzen einen unermüdlichen Energieeinsatz. Sie sind von sich selbst überzeugt und scheinen durch eine innere Unruhe getrieben sein. Sie wollen neue Erfahrungen sammeln und neue Fähigkeiten entwickeln.

2.) Geboren zwischen zunehmendem Halbmond bis Vollmond

Jetzt steht der Mond zwischen 90 und 180 Grad zur Sonne.

Diese Menschen streben einerseits nach Veränderung und andererseits nach Beständigkeit. Ihre Lernaufgabe ist es, Mut und Zuversicht zu entwickeln, damit sie den Anforderungen, die an sie gestellt werden, auch gerecht werden können.

Die Vollmond-Geborenen

Jetzt stehen Sonne und Mond in Opposition zueinander. Die jetzt geborenen Menschen sind im Regelfall intuitiv, sensibel, offen und phantasievoll. Sie können Hingabe, Verständnis und Rücksichtnahme im Umgang mit anderen gut entwickeln.

Allerdings stehen sie oft auch unter einer inneren Zerrissenheit, was der astrologischen Opposition entspricht.

Geboren bei abnehmendem Mond

Auch hier finden wir wieder zwei Typen:

1.) Geboren zwischen Vollmond und abnehmendem Halbmond (wiederum ein Sonne-Mond-Quadrat).

Diese Menschen neigen besonders dazu, ihr Denken und Handeln ständig zu überprüfen. Ihnen ist wichtig, aus den gemachten Erfahrungen zu lernen. Sie besitzen ein ausgezeichnetes Gespür dafür, ihre Wünsche und Ziele mit diesen Erfahrungen in Einklang zu bringen.

2.) Geboren zwischen Halbmond und Neumond (wenn der Mond zwischen 90 Grad hinter der Sonne und wenige Grade kurz vor Neumond steht).

Hier haben wir es mit Menschen zu tun, die ständig dazu neigen, Strukturen, Gewohnheiten,

Der Mond in Garten und Haushalt

Wir haben nun schon sehr viel über den Mond gehört. Wie sattsam bekannt ist, hat der Mond natürlich auch Einfluss auf das Wachstum der Pflanzen, auf das Wachstum von Haaren und Nägeln. Es gibt zu diesem Thema eine ganze Anzahl von Kalendern und Büchern, ich möchte mich hier also nur auf ein paar wesentliche Erklärungen beschränken:

Auf die Pflanzen wirkt der Mond vor allem auf die Keimung der Samen, außerdem lenkt er den Säftefluß in der Pflanze in periodischen Abständen nach oben oder nach unten. Seine Kräfte bewirken, dass die Pflanzen mehr oder weniger Flüssigkeit abgeben, außerdem wird die Nährstoffaufnahme beeinflusst, ebenso wie die Entwicklungs- und Ruhezeiten der Pflanzen. Und: der Mond bestimmt, wann Pflanzen behandelt oder besser in Ruhe gelassen werden sollten. (Daher stammt auch der weise Spruch, dass alles im Garten seine Zeit unter dem Mond hat …).

In diesem Zusammenhang: wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass das Mondlicht einige Zentimeter in den Boden eindringt und auf diese Weise bereits auf den Keim einer Pflanze Einfluss ausübt.

Man hat auch herausgefunden, dass die Pflanzen das Mondlicht leicht aufnehmen können und als Katalysator verwenden. Ja, das Mondlicht hat sogar eine wichtige Aufgabe: es hilft den Pflanzen beim Stoffwechsel.

Im Pflanzenbereich ist vor allem die Teilung in die vier Grundkräfte der Natur wichtig, in Feuer, Luft, Wasser und Erde.

Tage im Zeichen von Widder, Löwe und Schütze (den Feuerzeichen) nennt man Fruchttage. Hier werden Frucht- und Samenentwicklung gefördert. Jetzt pflanzt, pflegt und erntet man alles was Früchte und Samen erzeugt.

Unter der Herrschaft von Krebs, Skorpion und Fische (den Wasserzeichen) finden wir die Blatttage. Jetzt wird das Wachstum angeregt. Und man erntet alles, wovon die Blätter gegessen werden.

Die Luftzeichen Waage, Wassermann und Zwilling bringen die Luft- und Lichttage zu uns. Blüten werden gefördert. Und alles, was trocknen soll, ist nun begünstigt.

Also heißt es jetzt: alles pflanzen, was blühen soll.

Steinbock, Stier und Jungfrau, die Erdzeichen, stehen als Wurzeltage im Mondkalender. Alles, was unter der Erde wächst, wird jetzt gefördert.

Weiterführende Literatur:

Das Jahr hat 13 Monde                     U.Gardein/M. Mala, Knaur, ISBN 3-426-86118-6             (Der Mond astrologisch und mythisch)

Der Mond                                                M. Roscher, Knaur, ISBN 3-426-86158-5                             (Der Mond in der Astrologie)

Mond und Garten                                 B. Hammerle, Pinguin, ISBN 3-7016-2473-9

Internet:  http://www.br-online.de/wissen-bildung/spacenight/sterngucker/planeten/index.html

Hydrolat vom Pfeifenstrauch

Unser Pfeifenstrauch („Bauernjasmin“, Philadelphus coronarius) blüht im Hintaus-Garten so wunderschön, die Blüten duften berauschend, also was reizt die Destillateurin: natürlich möchte ich davon ein Hydrolat herstellen, schauen, ob auch ätherisches Öl abschöpfbar ist und ein wenig über die Verwendungsmöglichkeiten sinnieren…

Abb.: Blüten (man meint den Duft förmlich zu riechen, wenn man dieses Bild ansieht…)

Also munter drauflos gepflückt…

Die Destille kann ich wegen des traumhaften Wetters auf meiner Terrasse aufstellen. Sie wird sorgfältig befüllt und dann kann es schon losgehen:

Vorbereitung zum Destillieren

Blüten in der Destille

Nach der Destillation kommt die Blütenmasse auf den Kompost…

In einer Slovakischen Studie habe ich gelesen, daß das ätherische Öl und das Hydrolat von Philadelphia coronarius als Inhaltsstoffe vor allem Linalool und Geraniol enthält, aber auch ein Diterpen und Cumarine.

Das klingt für mich sehr gut und ich werde das fertige Hydrolat für eine Gesichtspflegecreme versuchen.

Das fertige Hydrolat duftet ähnlich wie Waldmeister. Ich habe den pH-Wert gemessen und gleich nach der Destillation 5,56 festgestellt. Jetzt lasse ich das Hydrolat ein paar Tage ruhen. Die Ausbeute an ätherischem Öl ist sehr gering, gerade mal eben schätzungsweise 0,5 ml auf 1/2 l Hydrolat. Aber es macht einen guten Eindruck auf der Haut – das mußte natürlich sofort ausprobiert werden.

Ich kann mir gut vorstellen, daß man es als Gesichtswasser ebenfalls gut verwenden kann.

Aber um meiner Creme den besonderen Touch zu geben, habe ich jetzt auch noch einen Ölauszug angesetzt – es sind ja noch ausreichend viele Blüten dafür da…

Pfeifenstrauchblüten für den Ölauszug…

ein paar Blüten sind noch dazugekommen…

Wer das Hydrolat ausprobieren möchte – ich werde es bei den Heilkräutertagen in Herberstein sicherlich mit haben…

Was können Affirmationen bewirken?

Was ist eine Affirmation?

Als Affirmation bezeichnet man einen Schlüsselsatz, der positiv und bejahend ist. Durch eine Affirmation wird der Geist auf positives Denken programmiert.

Wenn uns ein Statement vertraut ist, wird es durch die linke Gehirnhälfte nicht mehr analysiert, sondern es wandert automatisch in die rechte Gehirnhälfte weiter. Hier wird es – ohne daß man es hinterfragen muß – akzeptiert. Dadurch entsteht ein positives Gefühl.

Unsere rechte Gehirnhälfte steht für Intuition, Gefühl, Phantasie und „arbeitet“ im Bereich der Alpha-Wellen. Die linke Gehirnhälfte steht für logisches Denken, Sprechen, Schreiben und „arbeitet“ mit Beta-Wellen. Alpha- und Beta-Wellen sind elektrische Muster: Alpha-Wellen agieren langsam, sie stehen auch für Entspannung. Beta-Wellen hingegen sind rasch, aktiv, reflektiv und stehen für das Handeln.

Ängste können sich auflösen und Selbstbewußtsein kann entstehen, wenn wir mit Affirmationen arbeiten.

Erhält man eine Affirmation in Kombination mit einer Anwendung ätherischer Öle, so bildet sich in unserem Bewußtsein eine Verbindung zu dem entsprechenden Öl bzw. der Ölemischung und ich kann bei jeder Anwendung mit diesem Öl positives Energiepotential für mich annehmen.

Da ätherische Öle – wie wir ja wissen – besonders auf unsere Stimmungen Einfluß nehmen, kann man diese Möglichkeiten nutzen, um negative Stimmungsmuster aufzulösen. Wichtig ist dabei allerdings, daß man auf die Befindlichkeit dessen Rücksicht nimmt, mit dem man auf dieser Ebene arbeiten möchte.

Bilder, Sätze und Düfte können so wunderbar kombiniert werden und tragen zu einer Verbesserung des Befindens vielfach bei.

Und so möchte ich Euch für dieses Wochenende eine Affirmation aus Bild, Wort und (leider fiktivem) Maiglöckchen-Duft übersenden:

Wenn Steine in Deinem Weg liegen, steige darüber hinweg…

Veilchen, Veilchen…

„Der Frühling kommt, der Himmel lacht, es steht die Welt in Veilchen.“ (Theodor Storm)

Gerade jetzt im Frühling freuen wir uns über die ersten Veilchen. Was man nicht alles damit machen kann! Die Rezepte für die Verarbeitung von Veilchen sind sehr vielfältig: über kandierte Veilchen, Veilchensirup, Veilchenmazerat bis hin zum Veilchenwasser…

Die Destillation von Veilchen für die Produktion eines ätherischen Öls ist ziemlich aufwendig, benötigt man doch Unmengen davon, um nur einen Milliliter dieses kostbaren Duftes zu erhalten. Einfacher haben wir es da mit Veilchenwasser:

Das kleine wohlriechende Veilchen (Märzveigerl, Duftveilchen) will seinen Duft also nur sehr ungern an eine Flasche verlieren. Es ist eine ausgesprochen sensible und empfindliche Pflanze. Es ist der Namensgeber für eine ganze Pflanzenfamilie, die Violaceae (Veilchengewächse). Das Veilchen wächst gerne an Waldrändern, an Wiesenwegen, unter Gebüschen. Es wird bis zu 10 cm hoch, besitzt Blattrosetten mit lang gestielten Blättern in Herzform und dunkelviolette, manchmal weiße Blüten. Die Form der Blüten ist charakteristisch: zwei Blättchen stehen nach oben, drei nach unten. Der Wurzelstock bildet Ausläufer. Das Veilchen duftet nicht nur sehr aromatisch, es schmeckt auch gut. (Kandierte Veilchen werden auch heute noch geschätzt.) Die Blütezeit ist von März bis Mai und das ist auch die Erntezeit für unsere Destillation.

Das Veilchen wurde bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts medizinisch genutzt. Man verwendete die Veilchenblüten zur Herzstärkung und als Hustenmittel[1]. Auch gegen Augenentzündungen wurde Veilchenwasser eingesetzt. Sirup aus Märzveilchen half gegen Husten und Fieber. Das wird verständlich, wenn man sich vor Augen hält, daß das Veilchen auswurffördernde Saponine enthält.

Dieser Tage streife ich wieder durch die Wiesen und Wälder, um an Böschungen das duftende Frühlingskind einzusammeln und zu verarbeiten. Ich hoffe, genügend „Material“ zu ergattern, um meiner Veilchenlust auch heuer wieder fröhnen zu können…
Mehr über Veilchenhydrolat in meinem Buch „Hydrolate“, das in wenigen Wochen im Freya-Verlag erscheint…

[1] Pfarrer Sebastian Kneipp

Pflanzenwässer

„Oh große Kräfte sind’s, weiß man sie recht zu pflegen, die Pflanzen, Kräuter, Stein in ihrem Innern hegen.“

George Bernhard Shaw (1856-1950)

Wasser ist das Element der Emotionen. Wasser – das steht für „Im-Fluß-Sein“, es steht für Aktivität, für Weichheit, aber auch für Durchsetzungskraft (denken wir nur daran, was Wasser gerade auch in den letzten Jahren für Schäden angerichtet hat). Wasser steht aber auch für Erholung und Entspannung, wenn wir z.B. an ein wohltuendes Bad denken.

Allein der Gedanke daran, daß alles ruhig in seinen Bahnen fließt, ist bereits entspannend. Wasser steht aber auch in ständiger Resonanz mit unserem Körper – immerhin besteht er ja zu 70% daraus. Mit dem Wasser, mit seiner Bewegung, geht Wachstum einher. Ohne Wasser würden viele Dinge, Tiere und auch wir Menschen ziemlich rasch dahinsterben.

Pflanzenwässer – als Teil der Aromatherapie und damit auch der Phytotherapie – sind für mich eine wirkungsvolle Komponente, die viel mehr Beachtung verdient. Und jeder kann diese Form der Aromatherapie einfach und gefahrlos für sich nutzen.

Hydrolate sind Rückstände aus kondensiertem Wasser und anteiligen Wirkstoffen, die bei der Wasserdampfdestillation von Pflanzen entstehen. Sie werden auch Aquarome oder aromatische Hydrosole genannt.  Hydrolate sind schon seit Anbeginn der Destillationsverfahren bekannt und wurden früher vielfach mehr benutzt, und zwar vor allem auch in der Küche. Das geschieht auch heute noch: denken wir nur an die arabischen Länder, wo Rosenwasser anstelle von Champagner getrunken wird, aber auch an die Marzipanherstellung, für die Rosenwasser unverzichtbar ist.

Im ersten Jahrtausend n. Chr. wurde die Technik der Destillation vor allem in den arabischen Ländern weiterentwickelt. Man begann damals, die Kräuter und Hölzer im Wasserbad zu erhitzen, um durch den Wasserdampf zu den begehrten ätherischen Ölen zu gelangen.

Man begann dann auch im 10. und 11. Jahrhundert, große Öfen zu bauen, auf die viele kleine Destillationsapparaturen gestellt wurden, die gleichzeitig betrieben werden konnten (diese Konstruktionen nennt man Galeerenöfen).

Heute verwendet man industriell Edelstahltanks oder Kupfertanks zur Herstellung ätherischer Öle und Hydrolate – trotz der vielen Technik drumherum hat die Destillation aber bis heute ihre Magie behalten.

Hydrolate bilden einen komplementären Teil der Aromatherapie, werden aber leider noch oftmals vergessen. Vielleicht, weil sie häufig nur als „wertlose Abfallprodukte der Destillation“ angesehen werden. Dabei besitzen wir mit den Pflanzenwässern Produkte in der Hand, die nicht nur nicht irritierend auf die Haut einwirken, sondern sogar zum Großteil anti-entzündlich extrem heilsam sind.  Für die Behandlung von Kindern, Schwangeren und gebrechlichen Menschen sind hochwertige Hydrolate optimal, da sie eine sehr sanfte Wirkung haben und nahezu immer äußerst hautverträglich sind.

Darüber und noch vieles mehr können Sie in meinem Buch über Hydrolate lesen, das im Mai 2012 im Freya-Verlag, Linz erscheint…

Gedanken zur Geomantie

Was versteht man unter Geomantie?

Geomantie ist ein sehr altes Wissen, das auf den Erfahrungen früherer und heutiger Völker aufbaut. Es hilft uns dabei, die Zusammenhänge zwischen einem Ort, an dem wir leben, unserem gesundheitlichen Befinden und unseren Gefühlen herzustellen.  Das Wort Geomantie kommt aus dem griechisch-lateinischen Sprachgebrauch. „Geo“ heißt Erde und „manteia“ heißt Weissagen.  Mit der Geomantie versuchen wir, die Qualität einer Landschaft durch das Beobachten der Natur, ihrer Gestalt und durch das Wahrnehmen unsichtbarer und geistiger Energien zu deuten. Es ist letztlich die Wissenschaft über die Wechselbeziehungen zwischen Energien des Kosmos, der Erde und der Menschen.

Unsere Sagen und Märchen erzählen uns eigentlich sehr viel über diese Wechselbeziehungen. In ihnen wird die Natur mit Hilfe von Elfen, Geistern und Zwergen, Feen, Nymphen und Trollen symbolisiert. Jeder Quelle wird ein eigener Quellgeist oder eine Nymphe zugeschrieben, gute Feen haben den Menschen immer geholfen, in den Höhlen des Gebirges wohnen die Zwerge oder die weisen Frauen … 

 

Auch die Beobachtung der Gestirne gehört zur Geomantie. Die Astronomie war in früherer Zeit ein wichtiger Faktor der Naturbeobachtung. Mit den Sternkonstellationen, mit dem Stand des Mondes und der Sonne hat man sich schon in grauer Vorzeit intensiv beschäftigt, hängen doch die Jahreszeiten davon ab und mit ihnen die Veränderung der Wetterbedingungen.

Was hat nun die Radiästhesie damit zu tun?

Das Wort Radiästhesie stammt ursprünglich aus dem lateinisch-griechischen Sprachraum und setzt sich aus den Begriffen „radiare“ (lat. für Strahlen) und „aisthanomai“ (griech. für Empfinden) zusammen, wurde vor etwa 100 Jahren in Frankreich als Begriff kreiert und bedeutet „Strahlenfühligkeit“.  Radiästhesie ist das Bewusstwerden und Entdecken von Energieformen.

Schon Goethe hat sich mit dieser Wissenschaft dieser Wissenschaft auseinandergesetzt. Er sagte: „Der Mensch an sich selbst, insofern er sich seiner gesunden Sinne bedient, ist der größte und genaueste physikalische Apparat, den es geben kann.“

Prinzipiell kann jeder Radiästhesie erlernen. Jeder Mensch ist grundsätzlich in der Lage, nach kurzer Unterweisung auf die Signale seines Nervensystems zu reagieren. Durch die Vertechnisierung unserer Welt ist diese Fähigkeit jedoch ins Abseits gedrängt worden. Die meisten Menschen, die an gefährdeten Stellen leben oder arbeiten, hören in den seltensten Fällen auf ihren Instinkt, der sie davor warnt, länger dort zu verweilen.

Die Arbeit des Radiästheten besteht nun darin, zu finden, was vorhanden ist, und vor allem auch darin, nichts zu finden, wo nichts ist. (Dieser  weise Satz stammt von Abbé Mermet.)

Schon immer hat sich der Mensch seine Fähigkeit, feinstoffliche Energien zu fühlen, nutzbar gemacht. Neben der Suche nach Wasser und Bodenschätzen wurde mittels der Wünschelrute oder des Pendels auch der geeignete Platz für Häuser, Ställe und andere Gebäude gesucht. Aus jahrhundertlanger Erfahrung wussten die Menschen, dass an bestimmten Plätzen Einflüsse wirksam sind, durch die man schlecht schläft, die Kühe weniger Milch geben, die Bäume zu Misswuchs neigen und schlechte Ernteerträge bringen. Eine Berücksichtigung dieser Einflüsse war meist relativ leicht zu bewerkstelligen. Es genügte oft, die Anordnung der Gebäude ein wenig zu verändern, um diesen Störungen auszuweichen.

Eine ganzheitliche Betrachtung radiästhetischer Phänomene muss berücksichtigen, dass es eine örtliche Strahlungssituation gibt – das sind Wasseradern, Verwerfungen, Gitternetze usw., aber auch, dass es Wechselbeziehungen energetischer Systeme gibt. Das bedeutet, dass auch geistige Energien (Denken, Handeln, usw.) eine Wirkung im physisch-materiellen Bereich haben. Außerdem gibt es eine nahezu unendliche Zahl von Energien, die überall wirksam sind.

Was sind „Erdstrahlen“?

Unter Erdstrahlen, auch geopathogene Zonen genannt, werden alle natürlichen Strahlungsarten zusammengefasst. Auch der Begriff „Reizzone“ bzw. „Störzone“ wird dafür verwendet. Allerdings sollte man immer beachten, dass es keinen ausschließlich negativen Ort gibt.  Wenn wir von „Erdstrahlen“ sprechen, meinen wir geheimnisvolle Kräfte, die auf Mensch und Natur wirken.  Im allgemeinen wird dabei an Wasser („Wasseradern“) gedacht. Das Wort „ Erdstrahlen “ selbst suggeriert zwar, dass es sich bei diesen Kräften um Strahlen handeln soll, aber wir wissen nicht wirklich, ob das tatsächlich so ist.

Wasseradern oder -führungen

Wasserführungen bzw. Wasseradern sind schon sehr lange als Problem bekannt. Dabei sind nicht etwa Grundwasserseen, die es in Mitteleuropa fast überall gibt, gemeint, sondern fließendes Wasser (das allerdings auch in Grundwasserseen vorkommen kann).  Man stelle sich unterirdische Wasserläufe vor, die verschieden tief, breit und ergiebig sind. Diese Wasserläufe haben unterschiedliche Fließrichtungen und unterschiedliche Qualitäten. Sie können linksdrehend oder rechtsdrehend polarisiert sein. Rechtsdrehendes Wasser wird zumeist als Heilwasser betrachtet.

Zu Zeiten der Monarchie erarbeitete der k.u.k. Oberst Peichl eine sehr genaue und bis heute gültige Karte, welche die Verläufe der Schwefelquellen und anderer Thermalquellen in Wien darstellte. Auf Basis seiner Mutungen wurde die Thermalquelle Oberlaa in Wien erschlossen.  Im Volksmund ist die krankmachende Wirkung der Wasseradern sehr gut bekannt. Die negative Wirkung von Wasseradern verstärkt sich vor allem an jenen Punkten, wo sie andere Negativzonen kreuzen.  (Erwiesen ist z.B., dass Kinder, die Bettnässer sind, auf fließenden Wasseradern schlafen.)

Interessant ist es auch, dass Eichen sehr oft auf Kreuzungen zweier Wasseradern zu finden sind. Das alte Sprichwort: „Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen.“ weist auf die Gefährlichkeit hin, sich unter Eichen bei Gewittern aufzuhalten. Bei Wasserader-Kreuzungen werden Blitze häufiger als sonst einschlagen. Dies ist bedingt durch einen Ionisationskanal, der die Einschläge der Blitze gegenüber normalem Gelände begünstigt.

Bei unterirdischen Wasserläufen kann man folgende Eigenschaften muten:

–           Fließrichtung

–           Tiefe   (oberflächlich, extrem tief)

–           Polarität (rechts- oder linksdrehend)

–           Menge (ausreichend zum Bewässern von …)

–           Qualität (Trinkqualität, belastet)

 

 

Unterirdische Wasserader, die durch einen Hohlraum darüber abgelenkt wird.

 

 

Dufte Düfte

Wenn wir atmen, riechen wir.

Die beiden Nasenhöhlen sind durch die Nasenscheidewand (Septum) voneinander getrennt. Jede Nasenhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet, die vor allem zum Erwärmen,  Befeuchten und Reinigen der Atemluft dient. In jeder Nasenhöhle liegen drei muschelartige Gebilde übereinander, um möglichst viele Geruchseindrücke aufnehmen zu können. Das oberste muschelartige Gebilde – es liegt ganz unter dem Nasendach – beinhaltet die Riechsinnszellen. Diese Riechschleimhaut ist beim Menschen beidseitig der Nase jeweils so groß wie eine Euromünze.  Auf diesen ca. 20-30 Millionen Zellen sitzen jeweils Büschel mit ca. 6 – 8 Flimmerhärchen, die auf ihrer Oberseite Rezeptoren tragen. In jeden dieser Rezeptoren passen bestimmte Duftmoleküle hinein. Hier liegt das Zentralnervensystem offen (die einzige Stelle im Körper, wo das so ist.).  Von dort geht es weiter über die Rezeptoren durch die Siebbeinplatte zum Riechbeinkolben. Durch chemische und elektrische Reize werden die Duftmoleküle ins Limbische System weitergeleitet.

Unser Limbisches System ist erstaunlicherweise in der Lage, auch wenn wir „nur“ 350 verschiedene Riechrezeptoren haben, mehrere Tausend fremde Moleküle voneinander zu differenzieren. Die maximale Empfindlichkeit einer einzelnen Riechzelle ist in der Lage, nur einige wenige Duftstoffmoleküle zu erkennen. Daher haben sich in unserem Riechorgan unglaubliche 30 Millionen (!) davon entwickelt.

Die Wirkung der Düfte kann mit Hilfe des EEG’s (Elektro-Enzephalogramms) aufgrund der Reaktionen des Gehirns dargestellt werden. Manche Düfte wirken entspannend und fördern die Alpha-Wellen des Gehirns, einige andere wirken anregend und fördern die Beta-Wellen.

Je nach der Intensität der jeweiligen Düfte werden Botenstoffe und Hormone zur Bildung angeregt.

Einen großen Einfluß auf die Wahrnehmung der Düfte hat der Kalziumgehalt der Nasenschleimhaut. Ist die Kalziumkonzentration niedrig, werden die ätherischen Öle intensiver gerochen, viel Kalzium blockiert den Riechkanal und die Öle werden kaum wahrgenommen. „Diesem Mechanismus und der Fähigkeit, dass Kalzium diesen Kanal blockieren kann, ist auch dem Phänomen der Adaption zuzuschreiben. Wir nehmen einen Geruch in einem Raum, egal ob angenehm oder übel, nur für kurze Zeit, circa sieben bis zehn Minuten wahr und riechen ihn danach nicht mehr.“ [1]

Der Schleim auf der Riechschleimhaut besteht vor allem aus einer hochgesättigten Lösung von speziellen Proteinen. Die olfaktorischen Bindeproteine, so vermutet man, sind wahrscheinlich am Transport der Duftstoffe zu den Sinneszellen mit beteiligt. Diese über 100 verschiedenen Bindeproteine passen jeweils zu einer bestimmten Gruppe von Duftstoffen. Der Schleimfilm erneuert sich in der Regel etwa einmal monatlich.

Sobald jedoch durch z.B. eine Erkältung der Nasenschleim verändert wird, werden im Zuviel des Schleims die Sinneseindrücke nahezu „begraben“. Ist die Nase zu trocken, so verkrustet das Naseninnere. D.h. nur dann, wenn unsere Nase gerade „richtig“ feucht ist, können wir optimal Düfte erschnuppern.

Unser Gehirn wird nun aufgefordert, den Duft mit einem Erlebnis, einer Erinnerung, einem Gegenstand in Verbindung zu bringen. Wir lernen, wenn wir nur einen Teil eines Geruchs erschnuppern können, mit der Erinnerung den Rest des Geruchs zu ergänzen.


[1] Ingeborg Stadelmann, 2001, S.30

 

Frühlingserwachen

   Schneeglöckchen in meinem Garten…

 

 

 

 

 

 

 

Wenn das Leben keine Vision hat, nach der man sich sehnt, die man verwirklichen möchte, dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen. (Erich Fromm)

Visionen tragen uns durch unser Leben und helfen uns dabei, das zu werden, was wir werden wollen. Wir alle haben die Möglichkeit, diese Visionen Wahrheit werden zu lassen und letztendlich erfolgreich zu sein. Wenn auch Erfolg für uns persönlich nicht immer gleich dem ist, was andere darunter verstehen.

Wenn die Frühlingssonne so durch die Fenster scheint, dann erwachen unsere Lebensgeister und unsere Energie kommt wieder ins Fließen. Alle Dinge, die sich in einem langen Winter zu Hause (vielleicht auch aus Bequemlichkeit) angehäuft haben, schreien jetzt förmlich danach, erledigt zu werden. Nicht umsonst war es in früheren Zeiten üblich (und ist es ja vielerorts immer noch), einen großen Frühjahrsputz zu veranstalten. Der Frühling ist vermutlich die beste Jahreszeit, sich von altem Krempel zu trennen.

Bevor wir mit dem Putzen beginnen, sollten wir demnach den schwierigeren Teil in Angriff nehmen, das Entrümpeln. Beginnen Sie in kleinen Schritten, vielleicht einmal mit der Küche. Räumen Sie ein Kasterl nach dem anderen aus (nie alle auf einmal!), reinigen Sie es gründlich, kontrollieren Sie Ihre Lebensmittel auf Ablaufdatum, Ihr Porzellan auf abgeschlagene Ecken usw. Dinge, die nicht mehr in Ordnung sind, gehören entsorgt.

Der nächste Checkpoint wäre vielleicht Ihr Kleiderschrank: wann haben Sie dieses Kleid zuletzt getragen? Paßt der Pulli überhaupt noch? Und diese Hose geht doch schon lange nicht mehr richtig zu, weil der Zipp kaputt ist (oder der Winterspeck…??)…

Wenn Sie sich also auf diese Weise durch Ihre Wohnung gearbeitet haben – wohlgemerkt: immer in kleinen Schritten! – werden Sie bemerken, daß der „Frühjahrsputz“ fast schon erledigt ist. Fehlt nur noch, die Spinnweben aus den versteckten Ecken zu holen, bei schönem Wetter die Fenster vom Winterruß zu reinigen, die Möbel vielleicht ausnahmsweise einmal mit duftenden Balsamen zu pflegen, die Teppiche und Decken zu lüften und den Fußboden zu wischen…

Und es war doch gar nicht schlimm, oder?

Zur Belohnung stellen Sie sich vielleicht anschließend noch an „strategischen“ Plätzen einen Frühlingsstrauß, ein Primelstöckerl hin…:-) oder vielleicht gönnen Sie sich ein Workshop zu einem Thema, das Sie immer schon interessiert hat (es fällt Ihnen da sicherlich etwas Nettes ein).

Hier noch – als Unterstützung für die „Putzorgie“ – ein paar Aromatipps:

1.) Duftes Putzen: Zum Auswischen der Küchenschränke nehme ich gerne einen Zitrusduft. Wie funktionierts? Geben Sie 10 Tropfen Zitronenöl oder Bergamotte oder Blutorange in ca. 10 ml Alkohol (zur Not geht z.B. auch Wodka) in Ihren Putzeimer und darauf dann ca. 5 Liter heißes oder handwarmes Wasser. Riecht superfrisch und hilft damit auch gegen Küchengerüche.

2.) Für die Kleiderschränke: Neben dem bewährten Lavendelsackerl im Kleiderschrank sollte man auch diese Schränke gelegentlich innen reinigen. Dazu verwende ich gerne ein Kleiderkastenspray: 30 ml Weingeist 96%ig, Ätherische Öle: 5 Tropfen Lavendel fein, 5 Tropfen Zypresse, 2 Tropfen Rosmarin 1,8 cineol, 2 Tropfen Pfefferminze, 70 ml Lavendelhydrolat, 100 ml-Sprühflasche.  Herstellung: Zuerst werden die ätherischen Öle mit dem Weingeist in der Sprühflasche verschüttelt, danach füllt man das Lavendelhydrolat dazu. Nochmals schütteln – fertig! Anstelle von Lavendelhydrolat und der erwähnten Öle kann man natürlich auch ein anderes Pflanzenwasser und andere Lieblingsöle verwenden.

3.) Und für Naturholzböden und -möbel: dafür nehme ich immer Palmkernöl (muß zum besseren Vermischen aufgeschmolzen werden) mit folgender ätherischer Öle-Mischung: 5 Tropfen Zirbelkiefer (oder ähnliches), 10 Tropfen Blutorange (oder Orange süß, oder Zitrone) auf ca. 100 ml Palmkernöl. Damit lasse ich – ganz dünn! – die Böden und Möbel ein. Riecht frisch und macht Frühlingslaune!

 

 

 

Thymian

Thymian hat eine lange Geschichte: er wurde schon bei den alten Griechen wegen seiner Heilkräfte geschätzt. Heute zählt er zu den wertvollsten Arzneipflanzen, die wir kennen. Thymian kommt vor allem aus dem Mittelmeerraum. Im Mittelalter brachten ihn Mönche über die Alpen zu uns. Man findet Thymian heute an Wegrändern, an Felsenwänden, auf Wiesen und auf kargen Böden.

Die kleine Pflanze verströmt ihren Duft verschwenderisch in der Sonne: im mediterranen Klima hängt dieser würzige Geruch im Sommer über ganzen Landstrichen. Betrachtet man eine Thymianpflanze, so erinnert sie an einen Baum im Miniformat.

Aber Thymian ist nicht gleich Thymian. Der Duft der Pflanzen unterscheidet sich oft ziemlich stark: zum einen kann er nach Zitrone duften, dann wieder völlig medizinisch, aber auch mild und blumig. Wenn wir die Blätter reiben, so entfaltet sich dieser Duft an unseren Fingern. Auch optisch fallen einige Unterschiede auf. Die Blüten können von weiß über zartrosa bis hin zu purpurrot leuchten – eine wirklich große Vielfalt!

Thymian wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2006 gewählt. Begründet wurde diese Wahl damit, dass Thymian zu den wertvollsten Pflanzen bei Erkältungskrankheiten zählt.

Thymus vulgaris ist ein Lippenblütler, der in Form eines Zwergstrauches mit vierkantigen Stängeln und nur wenige Millimeter großen Blättern auftritt.

Die einzelnen Unterarten dieser Pflanze unterscheiden sich vor allem durch die chemische Zusammensetzung ihrer ätherischen Öle, durch den Chemotyp (= CT). Dieser chemischen Zusammensetzung entsprechend erhalten wir verschiedene Düfte und natürlich auch Eigenschaften.

Je nach Anbaugebiet, Klima, Boden, Höhenlage, Sonneneinstrahlung …. unterscheidet sich das ätherische Öl in den prozentualen Anteilen seiner Komponenten. Die Hauptkomponente der Inhaltsstoffe bestimmt die Wirkung des therapeutisch eingesetzten Thymian-Öls. Aus diesem Grund sollte man sich mit den einzelnen Chemotypen vertraut machen, denn Thymian ist ja – wie schon gesagt – nicht gleich Thymian. Weltweit gibt es über 300 verschiedene Thymianarten.

Thymian wurde früher vor allem bei Verdauungsbeschwerden, bei Kopf- und bei Gliederschmerzen eingesetzt. Der Name Thymus  ist schon aus dem Altertum bekannt und wurde bereits von Vergil und von Plinius dem Älteren in ihren Schriften erwähnt (ca. um Christi Geburt), und zwar nennen sie vor allem den Thymianblütenhonig als heilende Substanz.

Das griechische Wort „Thymos“ kommt von „thyein“ = räuchern. Die stark duftenden Thymianblätter, aber auch die Pflanzenstängel, wurden zum Räuchern genutzt. Außerdem verwendete man Thymian als Insektenabwehrmittel. Bei den Ägyptern und den Etruskern wurden mit Thymian Leichen einbalsamiert. Thymian galt allerdings bei den Römern des Altertums auch als starkes Aphrodisiakum und wurde vor allem in Bädern benutzt.

Bereits Dioskurides erkannte die Bedeutung des Thymian als Gewürz und auch zu medizinischen Zwecken.

Im Mittelalter wurde Thymian relativ wenig erwähnt, aber Hildegard von Bingen kannte ihn bereits. Sie empfahl Thymian vor allem gegen Husten, aber auch zur Blutreinigung, gegen Läuse und anderes Körperungeziefer, bei Lähmungen, Lepra und vielen anderen Krankheiten, die uns heute nicht mehr bekannt sind. Ich vermute allerdings, daß sie vor allem den Quendel damit meinte, der ja in Mitteleuropa heimisch geworden ist.  Im 16. und 17. Jahrhundert wurde Thymian bereits in den Apotheken verwendet. 1543 wird im „New Kreutterbuch“ die Wirksamkeit des Thymian gegen Husten genannt. Im Jahr 1589 wird das Thymianöl im Nürnberger Arzneibuch erwähnt.

1884 wurden die therapeutischen Eigenschaften des Thymian erstmals wissenschaftlich untersucht, und zwar von einem Gelehrten namens Camperdon. Er stellte fest, dass Thymian direkt auf das Nervensystem einwirkt und in Zeiten der Rekonvaleszenz sehr hilfreich ist.  In der Folge wurde Thymian bereits bei Asthma, bei Depressionen und bei Atemwegsinfektionen eingesetzt, aber auch bei chronischem Hustenleiden.

Bis zum 2. Weltkrieg wurde Thymianöl unter anderen auch im Krankenhaus als Desinfektionsmittel benutzt. Man stellte fest, dass Thymianöl Gelbfieberorganismen töten kann und dass es stärker wirkt als Karbol. So wurde es zum Schutz gegen Krankheiten und Läuse eingesetzt, im Krimkrieg wurden auch die Soldatenkleider mit einer Thymianlösung eingesprüht.

In den 50er Jahren wurden die Effekte der einzelnen Komponenten des Thymianöls erstmals wissenschaftlich untersucht.  Heute kann man den Weg des Thymols im menschlichen Körper verfolgen und man hat festgestellt, dass seine Wirkung durchaus verständlich erscheint. Dass thymianhaltige pflanzliche Arzneimittel therapeutisch sinnvoll und wirksam sind, steht heute nicht mehr zur Diskussion.

Thymus vulgaris CT Linalool

entwickelt sich vor allem in nördlicheren Lagen, eher in tiefer gelegenen Regionen, auf feuchten Mergelböden. Destilliert wird das gesamte Kraut.  Diese Pflanze duftet nach Zitrone: es handelt sich um den milden Zitronenthymian.

Und wie diese Pflanze auch als Kraut in der Küche eher Milde verströmt, so ist er auch für Haut und Schleimhaut mild und verträglich.

Bedingt durch die Kombination der Inhaltsstoffe ist Thymus vulgaris CT Linalool ein sehr abwehrsteigerndes Öl, das auch zur Immunstimulation bei Kindern angewendet werden kann. Es ist sanft, aber stark wirksam, vor allem im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich, aber kann auch im urologischen Bereich sehr gut eingesetzt werden. Auch zur Stärkung der Nerven ist es gut einzusetzen, ebenso zur Stärkung des Selbstbewusstseins. Es ist stimmungsaufhellend und gerade auch bei Kindern gut zu verwenden, die sehr introvertiert sind und sich nicht verstanden fühlen.

Die Inhaltsstoffe:

  • 75 % Monoterpenole (vor allem Linalool)
  • 6 – 15 % Ester (vor allem Linalylacetat)
  • bis zu 5 % Monoterpene
  • bis zu 5 % Sesquiterpene
  • ca. 3 % Monoterpenphenole (Thymol)

Durch diese Zusammensetzung ergeben sich folgende Wirkungen:

Körperlich:

  • antibakteriell
  • antiviral
  • antimykotisch
  • immunstimulierend
  • entkrampfend
  • hautpflegend
  • neurotonisch
  • uterotonisch

Seelisch:

  • aufhellend,
  • ausgleichend
  • konzentrationsfördernd

Thymus vulgaris CT Thujanol-4 

wächst vor allem auf tiefer gelegenen feuchten Mergelböden. Thymus Thujanol ist nicht sehr verbreitet. Er ist auch eher schwierig anzubauen und wächst nur in wenigen Regionen am Fuß der französischen Pyrenäen. Dort wird er in Wildsammlung geerntet. Die Pflanzen können bereits nach 3 Jahren wieder verkümmern, im Gegensatz zu den anderen Thymianarten.  Das ätherische Öl wird aus dem blühenden Kraut destilliert.

Im ätherischen Öl dieser Pflanze ist ein sehr hoher Anteil des Alkohols Thujanol-r und anderer Monoterpenole zu finden. Diese machen Thymus Thujanol zu einem Spezialöl gegen Chlamydieninfektionen. Ebenso wirksam ist es bei gynäkologischen Infektionen (Candida albicans, Streptococcus B). Der Chemotyp Thujanol greift die Schleimhaut dabei nicht an. Man kann das ätherische Öl auch wirksam gegen virale und bakterielle Infektionen der Harnwege zum Einsatz bringen. Es wirkt stark auf die Leberzellen und auf das Immunsystem.

Aufgrund seiner milden Konsistenz kann es sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen angewendet werden, ganz besonders aber bei alter Haut.

Die Inhaltsstoffe:

  • 54 – 60 % Monoterpenole (vor allem ca. 30% Thujanol-4 und Terpinen-4-ol)
  • 28 % Monoterpene
  • 9 – 11 % Ester
  • 2,5 – 5 % Sesquiterpene

Thymus Thujanol und seine körperlichen Wirkungen:

  • antibakteriell (Chlamydien)
  • antiviral
  • antimykotisch
  • entzündungshemmend
  • schmerzstillend,
  • leberzellenstimulierend
  • immunstärkend
  • entkrampfend
  • wirkt ausgleichend auf das zentrale Nervensystem

Auf der psychischen Ebene wirkt es vor allem nervenstärkend und ausgleichend.

 

 

 

 

Duftes Feng Shui?

Feng Shui und Aromakultur

Im Laufe der letzten Jahrhunderte hat der Mensch in Europa seinen primären Aufenthaltsraum von außen nach innen verlegt. Lag unser Lebensraum früher zwischen Wälder und Wiesen, zwischen Bergen und Gewässern, zwischen Himmel und Erde, so erstreckt sich der Aufenthaltsbereich heute vor allem auf Boden, Wand und Decke. Menschen der früheren Zeiten haben sich lediglich zur Ruhe und Entspannung in die Räume ihrer Häuser zurückgezogen. Heute verlassen wir einen Raum üblicherweise nur, um uns mittels eines beweglichen Raumes (Auto, Bus, Bahn …) in den nächsten Raum zu begeben.

Es ist für uns also von großer Bedeutung, diese Räume mit Bedacht einzurichten, um uns darin wohl zu fühlen.

Die richtige Kombination von Raumgestaltung, Farbe, Licht und Duft  kann die Lebensqualität um ein Vielfaches erhöhen. In der praktischen Umsetzung hat sich erwiesen, dass ein ganzheitlicher Ansatz der Lebensraumberatung nach Feng Shui in der Anwendung ätherischer Öle einen kongenialen Partner gefunden hat.

Duftlampen, Duftsteine und Raumsprays sind seit vielen Jahren aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Viele große Unternehmen setzen heute bereits auf die positive Wirkung der Raumbeduftung. Wie wir wissen, werden Düfte gerne zur Verkaufsförderung eingesetzt. Duftmarketing erhält eine immer stärkere Bedeutung in diesem Bereich.

Wie bringt man nun Feng Shui und Aromatherapie unter einen Hut?

Zum Einstieg eine kurze Erklärung von Feng Shui:

Wir haben es hier nicht nur mit einem Raumkonzept sondern vielmehr mit einer Lebensanschauung, einem Lebenskonzept zu tun. Feng Shui arbeitet mit vielen Komponenten. Hier einige davon:

  • Yin  und Yang (das weibliche und das männliche Prinzip)
  • Licht und Schatten
  • Farbe
  • Materialien
  • Umfeld
  • Persönlichkeitsstruktur
  • dem Setzen von „Ankern“ als Hilfsmittel
  • räumlichen Verhältnissen und Strukturen

Der erste Arbeitsschritt einer ganzheitlichen Beratung ist es, sich ein Bild von der Umgebung eines Hauses, von seiner Lage und Ausrichtung und den Lichtverhältnissen zu machen. Ein zweiter Schritt liegt in der intensiven Auseinandersetzung mit den Personen, die die Räume bewohnen bzw. in den Räumlichkeiten ihre Arbeit verrichten.

Aus diesem zweiten Schritt heraus erarbeitet man nun Persönlichkeitsprofile, Vorlieben für Farben, Materialien und Düften.

Feng Shui gliedert den Wohnbereich, den Arbeitsbereich in einzelne Zonen, die Bagua-Zonen. Diese Abschnitte entsprechen jeweils z.B.

  • Lebensabschnitten
  • Jahreszeiten, Tageszeiten
  • Emotionen
  • Elementen
  • Farben
  • Körperregionen

und es sind ihnen die dazugehörigen Qualitäten und Materialien zugeordnet. Im Gegensatz zu den vier Elementen der westlichen Welt (Erde, Feuer, Wasser, Luft) haben wir es im Feng Shui mit fünf Elementen zu tun, nämlich Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.

Bezieht sich die Beratung auf ein bereits bestehendes Haus (was sehr häufig der Fall ist), so kann man sagen, dass das jeweilige Haus mit dem Bewohner immer in Resonanz steht. Die Wohnung ist demnach ein magischer Spiegel, der uns erlaubt, Veränderungen vorzunehmen, die sich letztlich auf der Analogieebene auswirken. [1]

Das bedeutet – einfach gesagt – wenn ich meine Wohnung verändere, verändere ich auch mich selbst.

Der passende Duft und seine Rolle im Raum

Und hier setzen wir auch mit unseren „Duftüberlegungen“ ein: verändert sich der Duft meiner Umgebung, so hat das maßgebliche Veränderungen meiner Gefühlslage zur Folge. (Schon in den 1930er Jahren wurde in verschiedenen Studien in Italien zur Wirkung ätherischer Öle und Essenzen auf die Psyche veröffentlicht.)

Bei der ganzheitlichen Lebensraumberatung nach Feng Shui wird, im Zuge eines zweiten Schrittes, versucht, die Duftvorlieben und Duftabneigungen der Bewohner herauszufinden. Nicht immer ein einfaches Unterfangen, denn es sollen ja schlußendlich alle Beteiligten glücklich und zufrieden sein. Die Duftkomposition kann und soll nun in den verschiedenen Lebensbereichen unterstützen, aber auch als „Anker“ (Erinnerungsstütze) dienen. Vor allem geht es aber auch darum, das allgemeine Befinden der Raumbenutzer zu verbessern, die Qualität des Umfeldes zu erhöhen.

„Es gibt nichts Unveränderliches, sondern nur einen endlosen Strom sich wandelnder Kräfte.“ (Chinesische Weisheit)  Mehr zu diesem Thema gibt es bei meinem Vortrag auf den Salzburger Wohntagen am 3.3.2012…

(Einen Artikel zu diesem Thema finden Sie auch im ForumEssenzia-Heft Nr. 37/2011.)


[1] Brönnle St., „Das Haus als Spiegel der Seele“, Neue Erde Verlag, 2007